Demenz mal anders

Wer sagt, dass Demenzpatienten im Heim am besten aufgehoben sind? Wer sagt, dass sie nicht noch scharfsinnig und witzig sein können und man mit ihnen keinen Spaß mehr haben kann? Im Theaterstück „MARTHA“ werden die Zuschauer eines Besseren belehrt. Sie erleben, wie die betagte Martha zu Gitarrenklängen über die Bühne tanzt und sich insgesamt ein wenig schrullig benimmt. Wobei es sich um eine Puppe handelt, mit Falten im Gesicht, schlaksigen Gliedern und in einem roten Kleid. Martha ist deutlich dement, das ist bald erkennbar. Sie lebt mit Martina zusammen, die sich um sie kümmert. „Wir wollen mit diesem Theaterstück zu einem anderen Blick auf das Alter ermutigen, Berührungsängste zu hochaltrigen und unter Einschränkungen lebenden Menschen abbauen und auch das eigene persönliche Altern entdramatisieren“, sagt Stefanie Tschunko von der Kulturbühne Spagat in München.

Als Vorlage diente der Roman „Mein Leben mit Martha“ von Martina Bergmann, die darin ihre Erfahrungen aufgeschrieben hat. Die Kulturbühne Spagat hat daraus ein Theaterstück gemacht, das sich dem Thema Demenz und seinen Begleiterscheinungen „mit einer Portion Humor, mit viel Wohlwollen, Lebensmut und Lebensfreude nähert“, so Tschunko. Die ersten Aufführungen im Oktober 2020 waren ein voller Erfolg; im November 2021 wird das Stück wiederaufgenommen und soll dann regelmäßig gespielt werden und auf Reisen gehen.

www.kulturbuehne-spagat.de

Projekt: MARTHA – ein Theaterstück über Demenz
Projektträger: Kulturbühne Spagat des Vereins Horizont e.V., München
Fördersumme in 2021: € 3.500.-

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