Konflikte in Schulen friedlich lösen

Im Schulalltag fliegen oft die Fetzen und es geht nicht immer harmonisch zu. Elke streitet mit ihrer besten Freundin, Horst stört dauernd den Unterricht und Mohammed ist sauer, weil er nicht zum Geburtstag von Brigitte eingeladen wird. Lauter kleine und große Dramen, die nicht selten zu Mobbing oder Rangeleien auf dem Schulhof führen können. Dann sind die Omas und Opas von Seniorpartner in School (SiS) gefragt, die den Streithähnen aufmerksam zuhören, ihnen helfen, Missverständnisse zu klären und – das ist besonders wichtig – mit den Schüler:innen gemeinsam Lösungen für ihre Konflikte entwickeln.

„Wir bilden ehrenamtlich Engagierte der Generation 55+ zu Schulmediatoren aus“, erklärt Matthias Kraemer vom Landesverband Bayern. Das ist für beide Seiten ein großer Gewinn. Ältere Menschen, die nach ihrer beruflichen Tätigkeit oft eine neue sinnvolle Aufgabe suchen und die über weitreichende Erfahrungen verfügen, finden hier ein wertvolles und abwechslungsreiches Angebot für ein gesellschaftliches Engagement. Das kommt den Kindern und Jugendlichen zugute, denn die gut ausgebildeten Senior-Mediator:innen bringen ihnen Geduld, Zeit und Wertschätzung entgegen und unterstützen sie dabei, ihre Alltagsprobleme gewaltfrei zu bewältigen.

Senior Partner in School wurde 2001 in Berlin gegründet und ist derzeit in 14 Landesverbänden mit 1.300 Schulmediator:innen an rund 340 Schulen aktiv. Der Landesverband Bayern ist bisher mit Standorten in München, Augsburg und Deggendorf vertreten. Nun soll Nürnberg ab Herbst 2021 als vierter Standort in Bayern dazukommen.

Retla e.V. übernimmt für den Aufbau dieses neuen Standortes einen Großteil der Kosten. Damit können unter anderem 16 Schulmediator:innen ausgebildet werden.

Projekt: Aufbau eines neuen Standortes in Nürnberg
Projektträger: SSeniorpartner in School – Landesverband Bayern e.V.
Fördersumme in 2021: € 10.000,-

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